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Das Inklusionsunternehmen „Markthaus“ wird nach der Insolvenz von Service Haus, einer Tochter der städtischen Wohnungsgesellschaft GBG, übernommen.

Dadurch werden über 70 Arbeitsplätze in dem Integrationsbetrieb gerettet, über die Hälfte der Beschäftigten sind Menschen mit Behinderung.
 
Die Lebensmittelmärkte haben große Bedeutung in den Stadtteilen Wallstadt und Friedrichsfeld. Sie sind zentral gelegen und für alle Anwohnerinnen und Anwohner gut fußläufig zu erreichen. 

Es ist wichtig auch in den Stadtteilen die Lebensqualität zu erhalten.

Für die Zukunft ist es wichtig, dass unsere städtische Wohnungsgesellschaft jetzt als Gesellschafter agiert.

 

Veröffentlicht am 28.04.2020

Wallstadt - Die 90-jährige Karla Spagerer berichtet vor viel Publikum im Rathaus aus ihrer Kindheit während der Nazi-Diktatur

Die 90-jährige Karla Spagerer berichtet vor viel Publikum im Rathaus aus ihrer Kindheit während der Nazi-Diktatur

Ein junger Mann aus dem Publikum brachte es auf den Punkt: „Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, was Sie hier erzählt haben. Wahrscheinlich ist das in Zukunft nicht mehr möglich, so hautnah Informationen zu erhalten.“ Zuvor hatte die inzwischen 90-jährige Karla Spagerer im vollen Rum der Begegnung des Rathauses aus ihrer Kindheit in Zeiten der Nazi-Herrschaft berichtet. Eingangs hatte die SPD-Stadträtin Claudia Schöning-Kalender darauf verwiesen, dass das Thema nicht zuletzt durch die Diskussion um die Wahlen in Thüringen wieder brisant sei. Es sei an der Zeit, dass die demokratischen Kräfte zusammenstehen und sich der AfD entgegenstellten.

Angst vor der Wiederkehr
Karla Spagerer betonte, sie habe Angst, dass Verhältnisse, die niemand mehr haben wolle, wieder
kommen könnten. „Da ich vielleicht nicht mehr lange lebe, möchte ich vor allem der Jugend ans Herz legen, dass sie sich gegen das Wiederaufleben des Nationalsozialismus mit aller Kraft wehrt.“ Vorträge wie diesen halte sie vor allem an Schulen, wobei sie vom Moderator des Abends, dem SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Fulst-Blei, unterstützt wird.

Diese Angst habe sie nicht um sich, sondern um ihre Kinder und Enkelkinder. „Man muss für die Demokratie einstehen und für sie kämpfen“, so Spagerer. Zum ersten Mal habe sie über ihre Familie im voll besetzten Casino des Capitol erzählt. Geschäftsführer Thorsten Riehle habe sie zu diesem Gespräch eingeladen. Dabei habe sie festgestellt, dass es viele Interessierte gab, die noch mehr aus dieser schlimmen Zeit erfahren wollten.

Karla Spagerer, eine der letzten Zeitzeuginnen der Vor- und Nachkriegszeit, stammt aus einer politisch überwiegend kommunistisch-engagierten Familie vom Waldhof. Ihre Großmutter stand im engen Kontakt zur Lechleitner-Gruppe, einer kommunistischen Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus. Sie berichtete, wie sie mit den Kindern Jacob Faulhabers und Max Winterhalters auf der Straße spielte. Damals war sie noch ein Kind, von den mutigen Aktionen der eigenen Großmutter und der Gruppe – etwa dem damals lebensgefährlichen Drucken von Flugblättern gegen die Nazis – habe sie nur aus späteren Erzählungen ihrer Mutter erfahren. Die Großmutter habe schließlich 18 Monate im Zuchthaus in Bruchsal verbracht – eine schlimme Zeit, von der sie nie erzählt habe.

Spätestens 1934 habe sie, so Karla Spagerer, gedacht, dass es nur eine Frage der Zeit sei, wann Lechleitner verhaftet werden würde. Dies war schließlich 1942 der Fall. Noch im selben Jahr starb er in Stuttgart durch das Fallbeil. Eindringlich berichtete Spagerer, wie sie vor wenigen Jahren von den tragischen Schicksalen ihres nach Moskau emigrierten Onkels und von zwei jüdischer Bekannten ihres Vaters erfuhr. Auch von der Reichspogromnacht und ihrem Leben voller Angst, sei es in der Schule oder auf der Straße, beim Beobachten von Verhaftungen, Zerstörungen und Verrat innerhalb von Familien und Nachbarschaften, sprach Karla Spagerer. In der sich anschließenden Diskussionsrunde kamen aus dem Kreis der Zuhörer viele Beiträge, so berichtete etwa eine Frau: „Mitmeinem Vater war ein Dialog über den Krieg nicht möglich. Er blockierte sofort.“

Lothar Mark, der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete, erinnerte sich ebenfalls an seine Eltern und berichtete aus jener Zeit. Man habe „nichts gewusst“, sei einfach eine Lüge. Fulst-Blei wandte sich abschließend gegen jede Verharmlosung rechtsextremen Gedankenguts. Mit ihrem Zeitzeugenbericht dürfte Karla Spagerer viele zum Nachdenken gebracht haben.

© Bernhard Haas
© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 18.03.20

Veröffentlicht am 21.03.2020

Ortsverein; Neujahrsempfang 2020 :

 

Mit der Ankündigung des Neujahrsempfangs 2020 hatte der SPD Ortsverein Wallstadt nicht zu viel versprochen: es war eine fröhliche Zusammenkunft mit zahlreichen Überraschungen.

 

Zu den weniger angenehmen gehörte, dass bei voll besetztem Saal zur besten Kaffeezeit die Kaffeemaschine streikte.„Zum Glück nahmen es die Gäste mit Humor“, freute sich die Ortsvereinsvorsitzende, Claudia Schöning-Kalender. „Mit einigem Improvisationstalent gab es dann doch noch Kaffee und das überraschende und abwechslungsreiche Programm entschädigte voll und ganz.“

 

Die Mischung aus jazziger Musik von Alexander Kropp und Jakub Dorofiej, mal im Hintergrund mal zum aufmerksamen Zuhören, aus der Darbietung des jungen Zauberkünstlers Linus Vollhüter, dem Akkordeonduo „Esor“ mit Jana Hein und Darja Goldberg, den politischen Beiträgen des Bundestagsabgeordneten Prof. Lars Castelucci und des Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Fulst-Blei, und nicht zuletzt reichlich Gelegenheit zum Gespräch - diese Mischung kam bei den Besucherinnen und Besuchern ganz offensichtlich gut an.

 

Auch die Nachbarortsvereine Feudenheim und Vogelstang waren gut vertreten Wie in jedem Jahr war auch die AWO Neckarstadt mit Inge, Jürgen und Helga Betzga vertreten. Bei aller Feierlaune kamen auch die politischen Beiträge der beiden Abgeordneten gut an.

 

Lars Castellucci brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, dass Mannheim wieder eine*n Bundestagsabgeordnete*n haben muss. Nur mit einer aktiven und verantwortlichen Vertretung vor Ort, so Castellucci, könne gewährleistet werden, dass die Beschlüsse auf Bundesebene auch verlässlich bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen.

 

Und umgekehrt brauche es das wichtige Sprachrohr in Berlin für die drängenden Themen vor Ort – allen voran das Thema Wohnen.Stefan Fulst-Blei, Mitglied des Stuttgarter Landtags und des Mannheimer Gemeinderats, machte mit der blossen Auflistung der Anträge, die die ASF in die Haushaltsverhandlungen im Stuttgarter Landtageingebracht hat, in bedrückender Weise die rechtsextreme Gesinnung der Vertreter*innen und die politischen Grundlinien dieser Partei deutlich.

 

Er appellierte an die Anwesenden, sich mutig und entschlossen für den Erhalt unserer Demokratie zu engagieren. Damit war reichlich Gesprächsstoff für den Nachmittag geboten und die Gäste nutzten die Gelegenheit.

 

Zu guter Letzt dankte Schöning-Kalender dem Ehepaar Müller vom Straßenheimer Hof für die erneute Möglichkeit, den SPD Neujahrsempfang in diesen wunderbaren Räumen ausrichten zu können.

Veröffentlicht am 22.02.2020

Veranstaltungen; Wölfe im Schafspelz :

Über den  Zusammenhang von Demokratie und Populismus und wie die Sprache des Populismus unser Zusammenleben ändert, diskutieren auf Einladung der SPD Wallstadt Dr. Stefan Fulst-Blei MdL, bildungspolitischer Sprecher der SPD- Landtagsfraktion Baden-Württemberg und Stadträtin Dr. Claudia Schöning-Kalender mit den Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung

am 6. Februar 2020 im Rathaus Wallstadt, IWV-Raum, Mosbacher Str. 17.

Veröffentlicht am 25.11.2019

Unsere SPD ist im Aufbruch. Ab Montag, dem 14. Oktober sind wir alle aufgerufen, unsere Stimme abzugeben. Es geht darum, welches der sechs zur Wahl stehenden Teams in Zukunft unsere SPD führen soll. Sie alle verdienen eine faire Betrachtung, sie haben sich in 23 Regionalkonferenzen quer durch die Republik Tausenden von Mitgliedern persönlich präsentiert. Wer nicht dabei sein konnte, hat die Möglichkeit, sich  die Vorstellung der KandidatInnen im Internet in Ruhe anzusehen.

Wichtig ist es am Ende, dass wir unsere Stimme abgeben! Dabei ist nun besonders darauf zu achten, dass das Team Hilde Mattheis und Dierk Hirschel seine Kandidatur zurückgezogen hat. Sie sind aber noch auf dem Stimmzettel vermerkt. Stimmen für dieses Team werden als ungültig gewertet! Bei aller Sympathie für dieses Team: wenn Du es ankreuzt, geht Deine Stimme verloren!

 

Viele sind noch unentschieden und wollen sich gern unter Genossen und Genossinnen austauschen. Deshalb lädt Dein Ortsverein alle interessierten Mitglieder ein zu einem Meinungsaustausch
 

am Donnerstag, 17. Oktober

um 19.30 Uhr

im Restaurant Korfu, Gundelsheimer Str. 21

 

Wir freuen uns auf zahlreiche Mitglieder unseres Ortsvereins und auf einen lebhaften Austausch über die anstehende Wahl! Rückmeldungen per Mail oder Telefon sind hilfreich für die Platzreservierung!

 

Mit solidarischen Grüßen

Claudia

Veröffentlicht am 14.10.2019

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